Schwere Geburt im Wohnzimmer

Schwere Geburt

Viel schwitzen mussten die Esternberger Herren am vergangenen Sonntag im eigenen Wohnzimmer bei einer schweren Geburt. Beide Heimspiele dehnten sich zu fünf Satz Krimis aus, die es verlangten alles zu geben.

Mit verblüfften Blicken betraten die Gegner des SG Scharnstein / Eberstalzell erstmals die Halle in Esternberg und fragten sich dabei, ob diese kleine Schuhschachtel das Entree ist. Leider nein, in dieser Box spielen die Sauwäldler seit Jahrzehnten Volleyball. Das Klatschen und Grollen der Fans, die wie Hühner gereiht an einer Stange auf Langbänken teilweise fast auf dem Spielfeld sitzen, hallt von allen Seiten und geht bis tief in die Knochen. Diese Umstände schaffen einen unbeliebten starken Heimvorteil.

Auf eine schwierige Partie eingestimmt, legte die Heimmannschaft mit einem starken ersten Satz los, den sie für sich entschied. Im zweiten Satz lagen die VCE Herren weit vorne, was sie glauben ließ, einen Gang herunterschalten zu können. Diese Chance witterten die Scharnsteiner und schnappten sich die nächsten beiden Sätze. Doch die Esternberger ließen nicht locker, kämpften sich im vierten Satz zurück und gingen siegeswillig in den Golden Set. Lukas Lechner schockte sein Team kurz vor Ende des Spiels. Während eines Rückraumangriffes krachte er mit einem Kollegen zusammen, verstauchte sich den linken Fuß und musste ausgewechselt werden. Trotzdem bewahrten die Herren die Ruhe und beendeten die Partie mit 3:2 (25:20, 22:25, 23:25, 25:20, 15:10).

Jakob Waschak, alias Jackson, bekam anstatt dem Verletzten die Chance sich im zweiten Spiel gegen Union VBC Steyr 2 als Hauptangreifer zu beweisen. Mit druckvollem Service starteten die Esternberger ähnlich wie im ersten Spiel. Es tat sich ein Muster auf. Gutes Service, Kampfgeist, der erste Satz geht an die Heimherren. Schlechtes Service, viele Fragezeichen, fehlende Konzentration, die Steyrer fertigen die Heimmannschaft im zweiten Satz mit 25:16 ab. Der dritte Satz war wie der Erste, der Vierte wie der Zweite. Somit stand es 2:2 in Sätzen. Die VCE Herren starteten mit neun Sätzen in den Füßen in einer Halle, in der die verbrauchte Luft nach Männerschweiß triefte, und dem treuen Publikum im Rücken in den fünften Satz. Wie im ersten Match brachte der unaufhörliche Kampfgeist der Heimmannschaft mit 3:2 (25:20, 16:25, 25:20, 16:25, 15:12) den Sieg.

Nach dieser schweren Geburt von zwei Spielen über fünf Sätze, platzieren sich die Herren punktegleich mit SG Scharnstein / Eberstalzell auf dem 2. Platz der 1. Landesliga. Bewiesen haben die Esternberger, dass sie in der Schlussphase eines Spiels alles geben können. Jedoch müssen sie an einer kontinuierlicheren Leistung über ein ganzes Spiel hinweg arbeiten. Am 5. November steigt die 3. Runde der Landesliga in Kremsmünster gegen KremstalVolley und SU Bad Leonfelden.

Siegeszug setzt seine Reise fort

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Vor 4 Wochen traten die Damen des Volleyball Club Esternberg eine Reise durch die 1. Landesliga an. Unmittelbar zu Reisebeginn sprangen sie in Perg, mit doppeltem Triumph in der Tasche, auf den Siegeszug auf. Nun stand ein Zwischenstopp im Heimatbahnhof Esternberg an. Doch an einen ruhigen Aufenthalt war nicht zu denken, denn die heutigen Gegner trugen Erfolgsgeschichten mit im Gepäck.

Als ersten Programmpunkt duellierte sich der Jungspund aus dem Innviertel mit den Vorjahresfinalistinnen des ATSV St. Valentin. Kampfgeist und Willensstärke war auf beiden Seiten stark vertreten. Bälle wurden versenkt, Punkte gesammelt. Da sich beide Mannschaften leistungstechnisch auf ähnlichem Niveau befanden, war jeder Spielzug hart umkämpft, was schließlich auch zu einem ausgeglichenem 2:2 Satzverhältnis führt. Vor Antritt des letzten und entscheidenden Satzes fokussierten sich die Volleyballerinnen aus Esternberg noch einmal auf den Gedanken, dass die Fahrtkarten für eine Weiterfahrt auf dem Siegeszug schon gekauft und die Reise gerne fortgesetzt werden möchte. Prompt legten sie einen Zahn zu und erspielten sich mit einem klaren Vorsprung den ersten Sieg des Tages.

Somit war das Tagesziel schon nach der ersten Darbietung ganz klar erreicht.

Nach kurzem Ausruhen ging die Tour für die Esternberger weiter in zweite Runde gegen AKSÖ Linz- Steg 2, die sich nach ihrem Abstieg aus der 2. Bundesliga neu formierten. Das bedeutete für den VCE, nicht zu wissen, wem man eigentlich in Persona gegenüberstand, was immer schwierig ist, da man sich und seine Leistung im Vergleich nicht einschätzen kann. So starteten die Innviertler, wie gewohnt, mit vollem Elan los. Als sie mit 10:3 in Führung lagen, dämmerte allen allmählich, dass hier womöglich viel zu holen sei. Sowie den Mädls dies klar wurde und die Führung sich noch mehr ausbaute, verloren sie jedoch an Konzentration und Spannung. Es schien leicht, fast zu leicht. Sie konnten zwar den ersten Satz für sich entscheiden, aber nur mühsam. Es passierten viele Eigenfehler. Auch Satz zwei und drei ging auf das Konto der Esternberger, doch aufgrund der Unkonzentriertheit und Erschöpfung nach der ersten Runde, war dies nicht schön mit anzusehen. Auch wenn dies aus Augen der Spielerinnen kein Duell der Spitzenklasse war, konnten sie trotzdem beständig ihre Richtung fortführen.

Am Ende des Tages durften sich die Volleyballmädls aus Esternberg – wiederum mit zwei Siegen in der Tasche – entspannt fallen lassen und die Reise ins Unbekannte fortsetzen.

siegreicher Auftakt der VCE Damen in 1. Landesliga

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Erster Spieltag in der 1.Landesliga. Erster Einsatz der VCE Damen als Aufsteiger.

Heute traten die Mädls aus Esternberg ihr Debüt in einer neuen, unbekannten Volleyballwelt an. Selbst Trainer Stefan Pankratz konnte im Vorfeld keine Einschätzung darüber abgeben, wie sich die junge Truppe nun gegen stärkere Gegner schlagen wird.

Der erste Feldzug gegen die Damen aus Ried/ Riedmark begann mit einem Punkt an Punkt rennen. Doch mit jedem Ballwechsel wurden die Sauwald Mädls sicherer und erspielten sich einen deutlichen Vorsprung, den sie bis Satzende halten konnten. Da kam der Punkt an dem alle feststellten, dass hier einiges zu holen ist. Die Stimmung stieg. Lautstark spielte der VCE auch den zweiten Satz heim. Die Gastgeber überließen uns das Feld aber nicht kampflos und gaben den dritten Satz bis kurz vor dem Schluss nicht aus der Hand. Als die Esternberger aber die Ziellinie erspähten, steigerten sie ihr Tempo und drehten stimmungsvoll zu.
Das Tagesziel war somit nach einer knappen Stunde Spielzeit weit übertroffen, was für eine grandiose Stimmung und auch emotionalen Antrieb für das zweite Spiel sorgte, denn der war jetzt essentiell.
Uns standen nun Altbekannte gegenüber. Die Damen aus Freistaat galten jahrelang als leider bisher ungeschlagener Rivale. Ein heißes Spiel war also vorprogrammiert.
Anpfiff- die Wogen gingen schon mit dem ersten Ballwechsel hoch. Überzeugt davon, keine weitere Niederlage gegen die Mühlviertler einstecken zu wollen, gingen die Innviertler in den folglich eisernen Kampf. Schnell war klar, dass der Wille zum Sieg auf beiden Seiten stark vertreten war. Leistungstechnisch befanden sich die Mädls beider Mannschaften in den ersten beiden Sätzen auf einem Niveau, was nach langen und anstrengenden 50 Minuten das 1:1 bedeutete. Im dritten Satz zeigten die Freistädter, dass sie in der letzten Saison nicht unverdient eine Top- Platzierung in der 1. Landesliga erreichten. Ganz klar ging dieser Satz auf ihr Konto, was die Sauwaldmädls zögerlich und unsicher machte.
Gegenseitiges vor Auge führen, wie herausragend die heutige Leistung eigentlich bisher war und wie nahe man gerade einem persönlichem Ziel- den Mühlviertlern endlich eine Niederlage einzuheimsen- gekommen ist, holt den starken Mannschaftssinn der Esternberger zurück, was ihnen zum Sieg über den vierten Sieg verhalf und zum 2:2 führte.
Ein fünfter und letzter Satz musste nun über den Ausgang des Spiels entscheiden.
Den jungen Damen aus Esternberg gelang es, die Leistung hoch zu halten. Souverän und mit unglaublich emotionaler Stimmung holten sie sich auch den Sieg über das zweite Spiel.
Fünf gewonnenen Gesamtpunkte haben eine sehr gute Ausgangsstellung für den VCE in der 1. Landesliga geschaffen.
Die Erwartungen und Vorstellungen wurden am heutigen Spieltag weit übertroffen. Mit Vorfreude blicken die Damen aus Esternberg nun ihrem Heimspiel in zwei Wochen am Samstag den 22. Oktober entgegen.

Mirakulöser Saisonauftakt der Herren

Grunddurchgang 1
Die Herren starteten am Samstag mirakulös mit zwei Siegen und 6 Punkten in die neue Saison.

Die beiden Stammspieler Florian Hofmann und Tobias Puchner wechselten diesen Sommer zu dem 2. Bundesligisten Union St. Pölten. Zusätzlich fällt der Stamm-Mittelblocker Johannes Hofmann verletzungsbedingt voraussichtlich bis Ende 2016 aus. Im schönen Alpbach in Tirol genießt Johannes dieses Wochenende eine ausgiebige Wellnesskur, um seine Wehwehchen zu lindern. Also galt es in der Vorbereitung der Saison den Kader neu aufzustellen. Jakob Hofmann wurde von der Position als Hauptangreifer in die Mitte berufen, damit die langjährige Tradition weiterlebt, viele Spieler mit dem Nachnamen „Hofmann“ auf dem Feld zu haben. Lumberjack Lukas Lechner schaffte es sich in der Vorbereitung an seine Hochform während des Grunddurchganges in der vorjährigen Saison heranzutasten, nachdem seine Leistung in den Playoffs im Frühling wegen Trainingsschwund, begründet durch seine Meisterprüfung, leider etwas schmächtiger ausfiel. Würdevoll mit harten Angriffen wird er uns Tobias’ Wechsel vergessen lassen. Unser endlich volljähriger Jungstar Gabriel Froschauer hat nun die Möglichkeit sein Talent als Mittelblocker anstelle von Florian unter Beweis zu stellen. Zusätzlich kommt Urgestein und Damentrainer Stefan Pankratz wieder in den Kader und ein Neuzugang aus dem tiefsten Sauwald von St. Roman Lukas Kislinger durfte sein Debüt in der Landesliga feiern.

Die Eröffnung der Saison ging gegen ADM Linz, deren Kader mit vielen jungen unbekannten Gesichtern besetzt war. Im ersten Satz schafften wir es mit gutem Service die Linzer unter Druck zu setzen und dieser ging mit 25:18 an die Esternberger. Im zweiten Satz flaute unsere Konzentration etwas ab, was ADM ins Spiel kommen ließ und diesen zum Sieg des zweiten Satzes verhalf. Besonders hervorzuheben auf der gegnerischen Seite waren die druckvollen Angriffe von Marius Reiter, die uns immer wieder Rätsel aufgaben und schwer zu kontrollieren waren. Nichtsdestotrotz drehten wir im 3 und 4 Satz den Spieß um und entschieden das Spiel mit 3:1 (25:18, 21:25, 25:17, 25:21) für uns.

Die zweite Partie ging gegen den Aufsteiger mit dem unaussprechlich langem Namen „Prinz Brunnenbau Volleys ASKÖ Ried/Riedmark“. Diese hatten wir bis auf den fast verpatzten zweiten Satz gut im Griff. Vor allem unser platziertes Service auf die Position 1 und unsere lautstarken Angriffe der beiden Hauptangreifer Sebastian Hofmann und Lukas Lechner bereiteten dem Gegner große Schwierigkeiten. Das Spiel ging mit 3:0 (25:18, 26:24, 25:20) an die Esternberger Boys.

Trotz der zwei Siege beim Start in die neue Saison haben die Herren noch großen Optimierungsbedarf. An vielen Dingen gehört noch fleißig trainiert. Beim ersten Heimspiel am Sonntag, den 23. Oktober, um 12 Uhr gegen SG Scharnstein / Eberstalzell und Union VBC Steyr 2 wird es sich zeigen, ob die kleinen Mängel ausgebügelt worden sind. Wir hoffen auf lautstarke Unterstützung der VCE Fans.