Wenn man im Wespennest herumstochert…

Die VCE Herren I durften sich zum Beginn der Rückrunde zuhause mit den Regauer Volleyknights und der Union VBC Steyr messen. Im ersten Spiel bekam man zu spüren, dass die Volleyknights ihr Spiel deutlich durch druckvolle Service verstärkt hatten, was vermehrt zu Annahmeschwierigkeiten und folglich erschwertem Spielaufbau seitens der Esternberger führte. Dennoch konnte man den Gegner über weite Strecken auf Distanz halten und siegte am Ende verdient mit 3:0.

Steyr galt von Saisonbeginn an als Ligafavorit und hat dies bei jedem bestrittenem Spiel untermauert und den ersten Platz scheinbar dauerhaft für sich gepachtet. Einziger Verfolger auf weiter Flur ist Sportliga Linz, danach das abgeschlagene Mittelfeld – angeführt vom VC Esternberg.

Soviel zu den Fakten. All diese Tatsachen hinderten jedoch die Innviertler schon in der Hinrunde nicht am Vorhaben, etwas an der weißen Weste der Steyrer zu zerren. Das 3:0 Ergebnis sprach damals zwar nicht unbedingt dafür, doch man konnte das Team Steyr durchaus mit attraktivem Volleyball Marke Esternberg bei Laune halten.

Diesmal sollte einem sogar noch der Heimvorteil den Rücken stärken und so startete man voll motiviert in den ersten Satz. Steyr wirkte zu Beginn etwas nachlässig, die ungewohnten Hallenverhältnisse und das lautstarke Publikum trugen ihren Teil dazu bei. Platzierte Service brachten Esternberger Satzbälle bei 24:19. Diese wunden allesamt abgewehrt, der daraufhin folgende Schlagabtausch endete 27:25 für den VCE.

Dieser abgegeben Satz hat wohl erst den (schlafenden) Riesen Steyr geweckt: Bis zur Mitte des zweiten Satzes konnte man noch mithalten, von da weg brachten strittige Entscheidungen und darauffolgender unnötiger Konzentrationsverlust Unruhen in die Reihen des VCE. Solche Schwächen sind selbstverständlich gegen eine Mannschaft wie Steyr nicht leistbar. Für den Rest der Partie wurde die Ordnung durch den Favoriten wieder hergestellt. Vor allem der letzte Satz verdeutlichte, dass Steyr doch eine Nummer zu groß ist und an allen Positionen mehrfach top besetzt ist, dem VCE flogen die Bälle regelrecht um die Ohren. Da bedarf es glücklicher Umstände oder einer kontinuierlichen Leistung von (mindestens) 100% der Esternberger um diesem Team zu trotzen.

Das bedeutet jedoch nichts anderes, als dass man auf die nächste Chance lauert, den Steyrern wieder den ein oder anderen Satz abnehmen zu können, und wie es der Zufall so will, dürfen die bereits zum Cup Viertelfinale am 18. Dezember wieder die Reise nach Esternberg antreten. 13:00 Uhr – gewohnter Ort.